Mittwoch, 11. Juni 2008

Pento

Schmerzlich blaue und
so gar nichts
wissende warme
Augenblicke eines
schwer atmenden
wartenden Tages
im Sommer des Gefühls
von Flattern und Gleiten
des Finden von Seiten
die du so noch gar nicht kanntest

Mittwoch, 4. Juni 2008

wissen was wird

Wissen, was wird.
Wollen wir das nicht alle? Ist das nicht der eigentliche Seelenwunsch eines jeden von uns? Unter anderem sicherlich. Aber das ist nicht dasselbe.
Wäre das Leben noch genauso interessant, aufregend, tragisch, spannend und vor allem LEBENSwert, wenn wir bereits wüssten, was wird?
Ich sage das immer so einfach: Ich will wissen, was wird.
Das ist nicht einfach, das ist unmöglich. Das ist gut so.
Der einzige Grund, weswegen ich sage, dass ich nahezu allwissend sein möchte, ist der, dass ich vorbereitet sein will. Nicht etwa in Anbetracht der Überraschungen, die das Leben für mich bereithält, sondern einzig wegen der ganzen unnötigen oder viel zu salzigen Tränen.
Ich will dann, wenn es soweit ist, etwas einen tragischen Umstand, ein kleines Unglück, eine schmerzliche Niederlage zu nennen, ein Taschentuch bereithalten können. Für mich, für andere.
Verquollene Augen sehen einfach nicht gut aus! Beschädigte Herzen fühlen sich niemals gut an. Gebrochene Knochen sind schlichtweg kein Grund, Luftsprünge zu machen.
Und wäre es nicht wirklich schön gewesen, wenn einem vorher jemand gesagt hätte: „Pack morgen lieber ne Packung Tempo ein.“
„Danke“ hätte ich dann geantwortet, „ich werde dran denken. Ich schulde dir was.“